Psychotherapie Ausbildung
Wiesbadener Akademie für Psychotherapie

Luisenstraße 28, 65185 Wiesbaden
Tel.: 0611-373707, Fax: 0611-39990
infoatwiap.de

Geschichte der WIAP-Akademie

40 Jahre Psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung
in Wiesbaden


Kurzer Abriss der Entwicklung der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie (seit 1969)
                                                    

1969: Dr. med. Nossrat Peseschkian lässt sich in Wiesbaden (Taunusstraße 14) als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie/Psychotherapie in eigener Kassenpraxis nieder. Erste öffentliche Vorträge über Erziehung und Psychohygiene werden in Wiesbaden und Umgebung angeboten.

1972: Erste Fortbildungsseminare über Psychotherapie und Psychosomatik werden für interessierte Ärztinnen und Ärzte angeboten. Daraus entwickelt sich die "Psychotherapeutische Selbsterfahrungsgruppe Wiesbaden" (PEW), die man als Vorläufer der WIAP-Akademie bezeichnen kann.

1973: Erste Fort- und Weiterbildungen an der neu gegründeten Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen in Bad Nauheim.

1974: Das erste Buch Nossrat Peseschkians - von den inzwischen mehr als 20 erschienenen Büchern - "Schatten auf der Sonnenuhr" erscheint im Verlag Medical Tribune. Die dargestellte tiefenpsychologische Methode wird damals noch Differenzierungsanalyse genannt (später dann bekannter als Positive Psychotherapie).

1976: Die "Bad Nauheimer Psychotherapie-Woche" wird erstmals durchgeführt. Bis heute findet sie einmal jährlich - meistens im Herbst - statt.

1977: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychotherapie (DGPP) e.V., dem ersten nationalen Verband für die Positive Psychotherapie. Dr. Nossrat Peseschkian erhält von der Landesärztekammer Hessen die volle Weiterbildungsermächtigung für Psychotherapie. Regelmäßige Weiterbildungsgänge werden in Wiesbaden und Bad Nauheim angeboten. Ein Kreis von Dozenten entsteht und später wird der "Wiesbadener Weiterbildungskreis für Psychotherapie und Familientherapie" (WIPF) gegründet.

1978: Gründung der Zeitschrift für Positive Psychotherapie, die zu einer vermehrten wissenschaftlichen Tätigkeit der Wiesbadener Dozenten führt.

1989: Zunehmende Seminartätigkeit der Wiesbadener Dozenten im Ausland; mit dem Schwerpunkt Osteuropa und Sowjetunion.

1991: Dozenten der WIAP-Akademie gründen alleine in den Republiken der früheren Sowjetunion über 11 Zentren für Psychotherapie und Familientherapie.

1994: Gründung des Internationalen Zentrums für Positive Psychotherapie (IZPP) e.V., um u.a. die internationalen Aktivitäten und Seminartätigkeit der Wiesbadener Dozenten zu koordinieren. Insgesamt werden Seminare in über 60 Staaten abgehalten.

1997: Der erste Weltkongress für Positive Psychotherapie wird in St. Petersburg (Russland) organisiert. Über 250 Psychotherapeuten aus 18 Ländern nehmen teil. Die deutsche "Delegation" (Dozenten und Kandidaten) ist mit über 70 Teilnehmern die zweitstärkste.

In mehreren Städten Deutschlands (u.a. Hamburg, Berlin) werden - in Zusammenarbeit mit dem BDP - regelmäßige Intensivseminare für die Nachqualifikation von Psychologen angeboten.

Dozenten und Inhaber von Lehrpraxen der WIAP-Akademie führen eine große tiefenpsychologische Qualitätssicherungsstudie durch. Die Arbeit "Computergestützte Qualitätssicherung in der Positiven Psychotherapie" wird mit dem Richard-Merten-Preis ausgezeichnet. Diese Studie zeigt nicht nur die Wirksamkeit der Positiven Psychotherapie als ein tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren, sondern auch ihre Anwendung als Kurzzeitmethode mit einer durchschnittlichen Dauer von 31 Sitzungen.

1998: Die WIAP-Akademie gründet eine Filiale in Hamburg, um dort eine Ausbildungsgruppe anbieten zu können.

Die European Federation of Centers for Positive Psychotherapy (EFCPP) wird vom Europäischen Verband für Psychotherapie als Ausbildungsinstitut und die Positive Psychotherapie als Methode offiziell anerkannt. Somit können Psychotherapeuten am Wiesbadener Institut das Europäische Zertifikat für Psychotherapie (ECP) erlangen.

1999: Ein Jahr großer Veränderungen für die Wiesbadener Akademie für Psychotherapie. Zunächst stand der dritte (und letzte?) Umzug innerhalb Wiesbadens an. Die bisherigen Seminarräume waren zu klein geworden und mit der Restaurierung der Kaiser-Friedrich-Residenz (Langgasse 36) ergab sich die Gelegenheit in ein sehr repräsentatives und geeignetes Gebäude umzuziehen.

Die Wiesbadener Akademie für Psychotherapie wird als GmbH beim Amtsgericht Wiesbaden unter HRB 11932 eingetragen.

Dr. med. habil. Hamid Peseschkian, ein Sohn von Nossrat Peseschkian, kehrt mit seiner Familie nach einem 8-jährigen Lehr- und Forschungsaufenthalt in Russland wieder nach Deutschland zurück und steigt aktiv in die Geschäftsführung mit ein.

Das Psychotherapeutengesetz tritt am 1. Januar 1999 in Kraft und verändert langsam die gesamte Psychotherapie-Landschaft. Gründung des WIAP-Instituts für Managementtraining (IMT).

2000: Die Wiesbadener Akademie für Psychotherapie wird vom Hessischen Landesprüfungsamt für Heilberufe als Ausbildungsstätte staatlich anerkannt und bietet ab sofort auch Ausbildungsgänge zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an.

Die WIAP-Institutsambulanz wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen ermächtigt, so dass Ausbildungskandidaten ihre Patientenbehandlungen abrechnen können.

Im Juli findet in Wiesbaden der 2. Weltkongress für Positive Psychotherapie statt, an dem mehr als 300 Psychotherapeuten und Interessierte aus über 15 Länder teilnehmen, darunter Prof. Sophie Freud aus den USA, eine Enkelin von Sigmund Freud.

Die WIAP-Akademie geht online - die erste eigene Homepage wird eingerichtet.

2002: Aufgrund starker Nachfrage, beschließt der Ausbildungsrat der WIAP-Akademie für Interessierte aller Berufsgruppen eine berufsbegleitende Ausbildung zum Berater anzubieten. Schwerpunkte: Konfliktberatung, Familienberatung, Trauerberatung, Gesundheitsberatung und Transkulturelle Beratung.

Es werden jetzt zweimal jährlich neue Aus- und Weiterbildungskurse angeboten, da das Interesse an einer tiefenpsychologischen Ausbildung an der WIAP-Akademie stetig steigt.

Die Wiesbadener Akademie für Psychotherapie ist - neben zwei anderen Instituten - das einzige rein tiefenpsychologische Institut für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und für angehende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Hessen.

Die Anzahl der Dozenten und Kooperationskliniken wird deutlich erhöht, vor allem im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie.

2003: Mehrere Publikationen von Nossrat Peseschkian erscheinen. Die WIAP-Dozenten veröffentlichen ihr zweites gemeinsames Buch ("Salutogenese und Positive Psychotherapie", Huber Verlag, Stuttgart).

Im Frühjahr melden sich die ersten vier Ausbildungskandidatinnen der WIAP zum Staatsexamen für Psychologische Psychotherapeuten an. Sie sind gleichzeitig die ersten Psychologen im Vertiefungsverfahren "tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie", die in Hessen ihr Examen ablegen.

Interne Veränderungen: Dr. med. habil. Hamid Peseschkian übernimmt als alleiniger Geschäftsführer die Geschäftsführung. Aufgrund zunehmender Ausbildungskandidaten und Patientenbehandlungen wird die Institutsambulanz mit einer ¾-Stelle fest besetzt.

Die Institutsbibliothek wird in einem 16-wöchigen Projekt voll elektronisch katalogisiert - über 3.300 Fachbücher stehen den Dozenten und Kandidaten nun zur Verfügung.

Prof. h.c. Dr. Nossrat Peseschkian begeht seinen 70. Geburtstag mit einem wissenschaftlichen Symposium, an dem bedeutende Vertreter ärztlicher Standesorganisationen teilnehmen.

Im Herbst 2003 werden aufgrund der großen Zahl von Neuanmeldungen, erstmals zwei neue Parallelgruppen begonnen. Insgesamt befinden sich über 100 Ärzte, Psychologen und Pädagogen in der Aus- bzw. Weiterbildung an der WIAP-Akademie.

2004: Seit Beginn des Jahres findet ein überarbeitetes Ausbildungskonzept statt. Es wurden u.a. Mentoren für die engere Betreuung der Kandidaten eingeführt; die Ausbildung (PP und KJP) wurde auf vier Jahre reduziert; mit Herrn Arno Remmers, der bisher als Oberarzt in der psychosomatisch-psychotherapeutischen Vogelsbergklinik gearbeitet hatte, wird ein weiterer Dozent fest angestellt. Seine Schwerpunkte sind neben Supervision und Selbsterfahrung, die Ausbildungsorganisation und -inhalte.

Im Frühjahr legen zwei WIAP-Kandidaten, die Staatsprüfung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ab. Dies sind hessenweit die ersten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die mit dem Schwerpunkt tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie abschließen.

Kooperationen mit universitären Einrichtungen im Rhein-Main-Gebiet werden intensiviert. Einige Dozenten und Ausbildungskandidaten beginnen mit ihrer Promotion im Rahmen dieser Kooperationen.

Berufspolitik: über den DFT-Fachverband (Deutsche Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) werden Kontakte zu anderen Ausbildungsverbänden hergestellt, mit der Absicht, die Belange der Institute bundesweit besser zu koordinieren.

WIAP-Dozenten führen internationale Seminare und Master-Programme in Santa Cruz (Bolivien), Moskau, Neu-Delhi, Shanghai, Beijing, Brno (Tschechien) und im Kosovo durch.

Aufgrund des zunehmenden Interesses an einer Ausbildung an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie werden zusätzliche Räumlichkeiten angemietet. Durch eine glückliche Fügung können im Nebengebäude weitere 360 qm (7 Seminarräume) erworben werden, in denen seit September die Seminare stattfinden. Eine größere Einweihungsveranstaltung findet im Rahmen des jährlich stattfindenden „Meet-the-Trainer“-Treffens am 4. September 2004 statt. Den Festvortrag hält der Präsident der Hessischen Landespsychotherapeutenkammer, Herr Jürgen Hardt.

Im April und im Oktober beginnen jeweils zwei neue Ausbildungsgruppen, so dass sich ab Oktober 2004 ca. 170 Ärzte, Psychologen und Sozialpädagogen in psychotherapeutischer Aus- bzw. Weiterbildung an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie befinden.

Im November wird für die Kandidaten und Dozenten auf der Webseite jeweils ein passwort-geschützter Bereich eingerichtet, so dass Informationen und Dokumente rascher und effizienter ausgetauscht werden können. Ein regelmäßiger Infobrief der Institutsleitung erblickt das Licht der Welt.

2005: Zunehmender Kontakt mit Berufs- und Fachverbänden, wie dem bkj, vhvp, DPTV. Im April 2005 beginnen zwei neue Ausbildungsgruppen (M/N), so dass über 170 Personen sich in psychotherapeutischer Aus-/Weiterbildung an der WIAP befinden. Die Anzahl der Kooperationskliniken erhöht sich durch einige neue Vereinbarungen. Im März legen drei weitere psychologische Kandidaten der WIAP die schriftliche Staatsprüfung erfolgreich ab.

Ende März zieht die Geschäftsstelle in die Langgasse 36 um, so dass Institutsambulanz, Geschäftsstelle und Seminarräume in einem Gebäude sind. Im Mai findet das 3. Jahrestreffen ("meet-the-trainer") mit über 130 Teilnehmern im Hotel Oranien in Wiesbaden statt. Den Gastvortrag hält Prof. Christian Reimer von der Universität Giessen.

Ende Mai findet das 3. Jahresdozententreffen in einem Wellness-Hotel im Odenwald statt. Über 25 Dozentinnen und Dozenten der WIAP treffen sich über vier Tage, um prozess- und etwas ergebnisorientiert sich mehr auszutauschen. Hier wird der besondere Geist unter den Dozenten deutlich, der von gegenseitiger Wertschätzung, Humor und Begeisterung getragen ist.

Für die beiden neuen Ausbildungsgruppen (O und P) im Oktober 2005, haben sich 38 Personen angemeldet, so dass die WIAP im September 2005 über 220 Kandidaten in der Ausbildung hat.

Das Jahr 2005 war ein wichtiges Umbruchjahr, was sind insbesondere bei Mitarbeitern zeigte. Aus über 400 Bewerbungen konnte im Herbst 2005 schließlich ein sehr kompetentes Team zusammengestellt werden. Aufgrund der Zunahme der Ausbildungsteilnehmer und der Komplexität der Ausbildungsorganisation, wird das Team der Geschäftsstelle erweitert. Mit Herrn Peter Reinhardt ist ein Ausbildungsmanager seit Mitte September tätig, der sich vorwiegend um die Ausbildungsdurchführung und Kandidatenbetreuung kümmert. Die Besetzung der Institutsambulanz erfolgte seit Oktober 2005 mit einer Vollzeitstelle durch Frau Cathrine Müller. Für die Buchhaltung ist Herr Betriebswirt Patrick Bilo zuständig.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Masterprogramms für Positive Psychotherapie an der Universität UTEPSA in Santa Cruz, Bolivien, wurde mit der Universität Prishtina/Kosovo ein weiteres Vorhaben vereinbart. Beginn soll September 2006 sein. Es wurde ein entsprechender Antrag auf Förderung durch TEMPUS bei der EU-Kommission gestellt.

Im Dezember 2005 wurde Akademiegründer Prof. h.c. Dr. med. Nossrat Peseschkian für sein langjähriges Engagement im Gesundheitswesen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die feierliche Überreichung fand am 23. Januar 2006 durch die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger in der Staatskanzlei statt.

2006: Im Rahmen der Winterakademie fand am 10. Februar 2006 das Jahrestreffen der WIAP ("meet-the-trainer") statt, an dem neben Ausbildungsteilnehmern und Dozenten, erstmals auch ca. 10 Chefärzte von Kooperationskliniken teilnahmen.

Gründung der Europäischen Akademie für Psychotherapie (EAP) für die internationalen Aktivitäten. Die Marke "European Academy of Psychotherapy" wird eingetragen.

Im Mai fand das 4. Jahresdozententreffen der WIAP mit über 35 Dozentinnen und Dozenten statt. In einem Hotel im Odenwald konnten die Dozenten sich vier Tage austauschen, näher kennen lernen, gemeinsam fortbilden und neue Pläne für das kommende Jahr entwickeln. Erstmals wurde ein Dozentenhandbuch erstellt und an alle Dozenten übergeben.

Im Frühjahr 2006 wurden zwei weitere Ausbildungsgruppen gebildet; erstmals nach Schwerpunkten (Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bzw. Psychologische Psychotherapie) getrennt, um den Anforderungen der Teilnehmer gerechter werden zu können.

Nachdem das Institut erst vor einem Jahr neue Räume bezogen hatte, wurde aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen ein erneuter Umzug nötig. Seit August/September befindet sich die Wiesbadener Akademie für Psychotherapie in der Luisenstraße 28 in 65185 Wiesbaden - mitten in der Wiesbadener City. Auf über 950 Quadratmeter befindet sich die Institutsambulanz (jetzt: WIAP-Psychotherapiezentrum) mit 13 Behandlungsräumen, 7 große Seminarräume (davon ein großer Hörsaal) und 6 Büroräume der Geschäftsstelle. Die Internationale Akademie für Positive Psychotherapie (Peseschkian-Stiftung) befindet sich weiterhin in der Kaiser-Friedrich-Residenz in der Langgasse 38-40. An der Eröffnungsfeier nehmen u.a. der Wiesbadener Gesundheitsdezernent, Herr Bendel, und der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Prof. Richter, teil.

Zahlreiche neue Kooperationspartner (Kliniken, Dozenten, Supervisoren, Praxen, Verbände, Buchhandlungen) wurden gewonnen; bisherige Beziehungen vertieft.

Im Rahmen der Sommerakademie hielt am 10. September Frau Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, einen Festvortrag für Mitglieder der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie über "Mehr Erinnerung wagen."

Im November wird mit Frau Catherine Charbonnier eine Vollzeit-Assistentin der Institutsleitung eingestellt, um den wachsenden Anforderungen als Bildungs- und Gesundheitsunternehmen gerecht werden zu können.

Im Dezember 2006 wird mit der DFT, DGVT und afp eine gemeinsame Tagung in Wiesbaden "Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie" an der WIAP organisiert, die auf großen Zuspruch fällt. In einer sehr von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Atmosphäre treffen renommierte Vertreter der Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie aufeinander und tauschen sich aus. Weitere Begegnungen dieser Art werden vereinbart.

2007: Durch das Wachstum der WIAP - insgesamt 300 Ausbildungsteil-nehmerinnen und -teilnehmer im Frühjahr 2007 - wird die Anzahl der Mitarbeiter erneut erhöht: Frau Nicole Joppich steigt als Ambulanzassistentin ein. Die vergrößerte Institutsambulanz wird von der Wiesbadener Bevölkerung sehr positiv aufgenommen, so dass bereits Ende Februar 2007 fast alle 13 Behandlungsräume ständig belegt sind. Über 40 Therapeutinnen und Therapeuten i.A. behandeln hier Erwachsene, Kinder und Jugendliche.

Im Februar findet das Jahrestreffen der WIAP statt, an dem über 150 Kandidaten und Dozenten teilnehmen. Gastreferent über die "Zukunft der Psychotherapie" ist Prof. h.c. Dr. Alfred Pritz aus Wien.

Seit der Gründung unseres WIAP-Therapiezentrums im August 2006 ist die Patientennachfrage stetig gestiegen. Da nun auch die Kandidatenanzahl, die im Jahr 2007 in die Behandlungsphase einsteigen werden (über 70 Kandidaten in 2007) angewachsen ist, wird das Therapiezentrum ab August 2007 räumlich erweitert. Damit stehen nunmehr 25 Therapieräume zur Verfügung – getrennt nach Erwachsenen und Kinder/Jugendlichen.

In der ersten Jahreshälfte 2007 hat der Ausbildungsrat der WIAP zusammen mit der Geschäftsführung das bestehende Curriculum auf Grund vieler Rückmeldungen und Evaluationen grundlegend überarbeitet. Z.B. wird die Selbsterfahrung nun die Kandidaten drei Jahre lang begleiten und die Themen der Akademieblöcke sind den einzelnen Blöcken fest zugeordnet und nach Ausbildungszielen (PP / KJP) getrennt.

Nach vielen Jahren konnten wir wieder eine Weiterbildung zur fachgebundenen Psychotherapie (neue Weiterbildungsordnung vom November 2005) mit einer „reinen“ Ärztegruppe starten – eine weitere Gruppe ist in Planung. Parallel dazu haben wir in Zusammenarbeit mit mediKolleg in 2007 zwei Kurse der Psychosomatischen Grundversorgung gestartet.

Im August wird nach mehrjähriger Beratungs- und Planungszeit, ein Institutesekretariat zu Koordination der 18 in der DFT organisierten Ausbildungsinstitute an der WIAP eingerichtet. Geleitet wird es von Frau cand. psych. Tanja Lange.

Vom 15.-21. Oktober 2007 fand der IV. Weltkongress der Positiven Psychotherapie in Famagusta, Zypern statt, der mit 250 Teilnehmer aus 18 Ländern und vielen positiven Eindrücken, Begegnungen und Vorträgen sehr erfolgreich verlaufen ist. Der nächste Weltkongress ist für 2010 geplant.

Im November werden auf der Mitgliederversammlung der DFT, zwei Mitglieder der WIAP, Herr Prof. Dr. Christian Reimer und Dr. Hamid Peseschkian, zu Vize-Präsidenten der Deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gewählt.

2008: Im Januar beschließt der Vorstand des Internationalen Zentrums für Positive Psychotherapie (ICPP), im Juni den Weltverband für Positive Psychotherapie (World Association of Positive Psychotherapy - WAPP) zu gründen.

Mit über 320 Aus- und Weiterbildungsteilnehmern ist die WIAP das größte tiefenpsychologisch/psychodynamische Ausbildungsinstitut Deutschlands.

Mehrmonatige Vorbereitungen führen im Frühjahr 2008 zu größeren Veränderungen in der Institutsambulanz, um einerseits die Kandidaten besser bei den Ausbildungsbehandlungen zu begleiten, und andererseits Patienten die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen:

1) Im Februar wurde mit Herrn Dr. med. Salvador Prieto-Duran ein Oberarzt im Therapiezentrum angestellt. Als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin wird er für die Anfragen der vielen Patienten und die fachliche Betreuung der über 70 Therapeuten zuständig sein;

2) Im April übernahm Herr Prof. Dr. med. Christian Reimer (Giessen) die Funktion des Leitenden Arztes des WIAP-Psychotherapiezentrum. Prof. Reimer war bis Ende März Lehrstuhlleiter und Kliniksdirektor für Psychosomatik und Psychotherapie der Uni Giessen. Er hat zahlreiche Grundlagenwerke über die psychodynamische Psychotherapie geschrieben, und steht bereits seit einigen Jahren in der WIAP als Dozent, Supervisor und Lehrtherapeut zur Verfügung;

3) Im April wurde mit Frau Beate Stehling eine weitere Ambulanzassistentin eingestellt.

Im Mai 2008 fand das 6. WIAP-Jahresdozententreffen mit 27 Kolleginnen und Kollegen im Odenwald statt. Hauptberatungspunkte waren die Ausbildungsbehandlungen, die Vernetzung Theorie - Praxis und die Frage der Förderung von Ausbildungsteilnehmern.

Im Juni wurden gleich drei Ereignisse groß gefeiert:

Prof. Peseschkian feierte am 22. Juni 2008 seine 75te Geburtstagsfeier mit über 200 Gästen aus dem In- und Ausland. Mit Familie, Freunden, Geschäftspartnern und Bekannten wurde der Tag unter dem Motto "Begegnungen mit Nossrat Peseschkian" gestaltet.

Gleichzeitig zu diesem großem Ereignis wurde mit "40 Jahre Positive Psychotherapie" ein Jubiläum gefeiert, zudem es eine Ausstellung in der Peseschkian-Stiftung gibt.

In der Woche vom 23.-26. Juni fand das 9. Internationale Trainingsseminar für Positive Psychotherapie in der WIAP-Akademie statt, bei dem 120 Kolleginnen und Kollegen aus 20 Ländern teilgenommen haben.

2009: Im Januar 2009 fand die zweite Tagung der Deutschen Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT) e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie statt.

Das Ambulanzleitungsteam besteht mittlerweile aus vier Personen, um den Anforderungen einer großen psychotherapeutischen Ausbildungsambulanz gerecht zu werden: Prof. Dr. med. Christian Reimer als leitenden Arzt; Herrn Dipl.-Psych. Christoph Dinter, PP, KJP, als leitenden Psychologen, Frau Dipl.-Päd. Cornelia Leistner als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, und Dr. med. habil. Hamid Peseschkian als Institutsleiter.

Im Februar fand ein weiteres Jahrestreffen (meet-the-trainer) mit ca. 150 Teilnehmern statt. Gastreferentin war Frau Prof. Eva Jaeggi aus Berlin über die Psychohygiene von Psychotherapeuten.

Im Februar wurden auch neue Vertreter der Kandidatenschaft gewählt. Es gibt über 20 Gruppensprecher, zwei Kandidatensprecher und zwei Institutevertreter. Im März fanden auch mehrere Beratungen zwischen den Kandidatenvertretern mit der Institutsleitung, der Ausbildungsleitung und dem Mentorenrat statt.

Im Juni wurde Frau Dr. med. Silke Ackermann als Oberärztin des Wiesbadener Psychotherapiezentrum eingestellt und unterstützt damit das Ambulanzleitungsteam. Frau Dr. Ackermann ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und wird sich vor allem um die Belange in der Kinder- und Jugendlichenabteilung kümmern. 

Frau Dipl.-Päd. Cornelia Leistner verlässt nach 1 Jahr die Institutsambulanz und widmet sich nun ganz ihrer Praxis für kinder- und Jugendichenpsychotherapie in Usingen. Für die große und positive Unterstützung danken wir Frau Leistner und wünschen ihr privat und beruflich alles Gute.

Ende Juni hat eine neue Ausbildungsgruppe für Psychologische Psychotherapeuten begonnen und wir wünschen allen 17 Teilnehmern eine gute Zeit an der WIAP.

Ende August schlossen 9 weitere Ausbildungsteilnehmer ihre Psychotherapie-Ausbildung mit dem Staatsexamen erfolgreich ab. Die WIAP hat mit diesen bereits über 65 Absolventen.

Im September fand das 10. Internationale Trainings Seminar (ITS) für Positive Psychotherapie in Riga (Lettland) statt.

2010: Im Februar starteten 2 neue Ausbildungsgruppen (G2/H2), jeweils eine für KJP und PP.

Ende Februar fand wieder ein Jahrestreffen ("meet-the-trainer") statt, welches mit ca. 150 Teilnehmern gut besucht war. Den Gastvortrag über "Psychodynamische Psychotherapie: aktueller Stand und zukünftige Entwicklung" hielt der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer und der DFT, Herr Prof. Rainer Richter aus Hamburg.

Aufgrund der großen Akzeptanz in der Wiesbadener Bevölkerung wurde für das Therapiezentrum noch eine weitere Etage in der Luisenstr. 28 hinzu gemietet. Seit Mitte April besteht das Wiesbadener Therapiezentrum daher aus 3 Etagen (unterteilt in KJP- und Erwachsenenbereich) mit insgesamt 47 Behandlungsräumen. Die WIAP-Institutsambulanz ist somit eine der größten ambulanten Psychotherapiezentren Deutschlands.

Am 27. April verstarb recht unerwartet der Gründungsleiter der WIAP-Akademie, Herr Prof. h.c. Dr. med. Nossrat Peseschkian in seinem 77. Lebensjahr in Wiesbaden.

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